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Griechische
Kathedrale "Sankt Stephen", Paris, 20. 09. 2008
„Das ist aber das ewige Leben, dass
sie dich (...) und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen" (Joh 17,3)
Das sollen die ersten Worte sein, die
ich auf diesem guten (europäischen) Boden spreche.
Eure
Seligkeit!
Eminenzen!
Exellenzen!
Schwestern und Brüder in Christus unserem Herrn!
Ich möchte damit beginnen, dem Herrn zu
danken, der uns an diesem Abend anlässlich meiner Einsetzung zum
antiochenischen Metropoliten von West- und Mitteleuropa zusammen kommen ließ,
obwohl ich unwürdig bin. Ich möchte auch seiner Seligkeit Patriarch Ignatius IV
und den Vätern der antiochenischen Heiligen Synode danken, die mich, inspiriert
durch den Heiligen Geist, zu dieser heiligen Aufgabe beauftragt haben.
Schon in meiner Jugend wurde mir klar,
dass es kein wahres christliches Leben gibt, ohne Christus nachzuahmen und unablässig
seine Gegenwart zu suchen. Es gibt kein christliches Leben, ohne sich auf das
Abendteuer einzulassen, das in der Verwandlung des Herzens, dem Aufruf zur
Erneuerung im Schoße der Kirche Christi und dem Dienst an den Mitmenschen
besteht, die Gott zu seiner Wohnstätte gemacht hat. Dies brachte mich später
dazu, mich dem monastischen Leben anzuschließen, das mich entscheidend prägte.
Ein Mönch lebt nicht für sich selbst, sondern in Gott für die Welt. Und obwohl
ich Bischof bin, bleibe ich Mönch. Und ich werde weiterhin nur für meine
Diözese und für das Volk leben, das mir Gott anvertraut hat.
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