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Dortmund
(3. März 2010) - Bei
ihrer Sitzung in der Rumänischen Metropolie in Nürnberg am vergangenen Samstag,
dem 27. Februar 2010, haben die orthodoxen Bischöfe Deutschlands einstimmig die
Gründung einer Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland beschlossen. Damit
werden die Vorgaben der IV. Präkonziliaren Panorthodoxen Konferenz umgesetzt,
die im Juni 2009 in Chambésy bei Genf getagt und die Errichtung solcher
Bischofskonferenzen in der orthodoxen Diaspora beschlossen hatte.
In Deutschland existiert bereits seit
1994 ein gesamtorthodoxes Organ, nämlich ein Verband der Diözesen, der
den
Namen „Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland (abgekürzt:
KOKiD)"
trug. Die KOKiD mit ihren verschiedenen Referaten (etwa für Ökumene,
Schule und
Religionsunterricht, Rundfunk- und Fernseharbeit, Kontakte zum Sport
usw.) wird
auch weiterhin ihre Arbeit fortsetzen, aber jetzt als Ausführungsorgan
der neu
gegründeten Bischofskonferenz. Diese macht noch einmal deutlich, dass
alle
orthodoxen Diözesen, die in Deutschland vertreten sind und vor allem die
griechischen, russischen, serbischen, rumänischen, bulgarischen,
georgischen
und ukrainischen Gläubigen umfassen, eine einzige Orthodoxe Kirche
bilden und als
solche nun noch mehr als zuvor einvernehmlich durch ein gemeinsames
höchstes
Organ auf Bischofsebene handeln.
Die Präkonziliare Panorthodoxe Konferenz
hat die Zielsetzung des neuen Gremiums so umrissen: „Aufgabe und
Verantwortung
dieser Bischofskonferenzen wird die Sorge um die Sichtbarmachung der
Einheit
der Orthodoxie und die Entfaltung gemeinsamen Handelns aller Orthodoxen
in
jeder Region sein, zur Erfüllung der pastoralen Bedürfnisse der dort
lebenden
orthodoxen Christen, zur gemeinsamen Repräsentation aller Orthodoxen
gegenüber
den Nicht-Orthodoxen und der ganzen Gesellschaft dieser Region, zur
Förderung
der theologischen Ausbildung und der kirchlichen Erziehung etc".
Vorsitzender der jetzt gegründeten Orthodoxen
Bischofskonferenz in Deutschland ist Metropolit Dr. Augoustinos
(Labardakis)
vom Ökumenischen Patriarchat. Zum Generalsekretär der Bischofskonferenz
wurde
der bisherige Geschäftsführer der KOKiD, Bischöflicher Rat Ipodiakon
Nikolaj
Thon (Russische Orthodoxe Kirche) gewählt, zu ihrem Schatzmeister
Pfarrer
Radomir Kolundzic (Serbische Orthodoxe Kirche).
Der Orthodoxen Bischofskonferenz in
Deutschland gehören zehn Diözesan- und sechs Weihbischöfe an. Sie
repräsentiert
rund 1,5 Millionen orthodoxe Christen verschiedener Herkunft und
Nationalität.
Die Gründung der Bischofskonferenz darf somit auch als ein Zeichen der
gelungenen Integration der Orthodoxen Kirche in Deutschland gewertet
werden.
Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland
Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland
Geschäftsstelle:
Splintstr. 6 a, 44139 Dortmund
Tel. 0231 - 189 97 95; Fax: 0231 - 189
97 96
Mobil: 0172 - 288 99 44; E-Mail:
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